Kirche

Die Gethsemanekirche ist ein architektonisches Schmuckstück in Schwabach. Vom Schwabacher Architekten Jürgen Lemke entworfen und im Jahr 1997 gebaut, ist sie die jüngste Kirche im Dekanat Schwabach.
Das Besondere an der Gethsemanekirche: Sie ist zwölfeckig! Dadurch erscheint sie den Besuchern fast rund. Der Eingang der Kirche ist barrierefrei.

In der Gethsemanekirche können viele symbolische Geheimnisse entdeckt werden:

Die äußere Gestalt der Kirche mit ihren Ecken und Kanten soll an einen Edelstein erinnern. Im Inneren wird dieses Thema durch die zwölf Edelsteine, die den Altar schmücken, aufgenommen. Diese zwölf Edelsteine werden mit der Offenbarung des Johannes in Verbindung gebracht. Und sie erinnern an die zwölf Edelsteine am Brustschild des Priesters am Heiligen Tempel in Jerusalem.


Die Kirche ist ein Zentralbau: In der Mitte steht der Altar. Dadurch hat die Gethsemanekirche eine sehr gute Akustik, die bei Kirchenkonzerten besonders erfahren werden kann. Blickt man vom Altar aus nach oben, öffnet sich die Dachkonstruktion und weist weiter in den Himmel. Da die Sitzreihen im Rund angeordnet sind, sieht jeder sein Gegenüber, also seinen Nächsten. Jeder ist mittendrin. Zugleich weiten Lichtbänder an der Dachkonstruktion den Blick zum Himmel. Das Göttliche und das Irdische kann so symbolisch zusammenfließen.

Der Altar ist wie eine liegende Krone gestaltet. Dieses Symbol soll daran erinnern, dass Christus die Mitte unseres Lebens bildet. So entwickelt sich, von der Mitte her, strahlenförmig der Grundriss der Kirche. Das Blau des Fußbodens symbolisiert das Wasser des Lebens, das von Gott kommt. Es strömt von der Mitte her immer weiter nach außen. Dort wachsen Bäume in den Himmel - eine Verbindung von Welt und Gott.

In der Gethsemanekirche sind diese Bäume durch die zwölf Säulen dargestellt; das Tragwerk des Daches stellt die Baumkronen dar. Die immer wiederkehrende Zahl ‚zwölf’ steht für die zwölf Stämme Israels und die zwölf Apostel.

Der Taufstein steht im Eingangsbereich der Gethsemanekirche. Jedesmal, wenn Menschen in die Gehtsemanekirche kommen, werden sie an ihre Taufe erinnert. Für Taufgottesdienste kann der Taufstein auch in den Innenraum der Kirche gebracht werden.

Das farbige Glasfenster an der Südwest-Seite der Kirche wurde von Jürgen Reipka gestaltet: Es trägt den Titel „Gethsemane“. Es erzählt auf künstlerische Weise die Geschichte von Jesus im Garten Gethsemane, der Gott dreimal darum bittet, den Kelch des Leids an ihm vorüberziehen zu lassen. Durch die Farben und das Licht möchte das Kunstwerk die Menschen in eine Traumwelt entführen. Für den, der sich darauf einnlassen kann, wird auch hier die innige Verbindung von Himmel und Erde, von Gott und Mensch, von Zeit und Ewigkeit sichtbar. 

Das Abendmahlsgeschirr aus dem Jahr 2018 wurde von dem Würzburger Künstler Markus Engert gestaltet und angefertigt. In seiner Schlichtheit und klaren Linienform nimmt es die Gestaltung der Gethsemanekirche auf und kann der feiernden Gemeinde die Schönheit und Heiligkeit des Abendmahls vermitteln. Die Gefäße wurden ausschließlich durch Spenden von Gemeindemitgliedern und durch einen Zuschuss der Evang.-Luth. Kirche in Bayern finanziert.

Das Kreuz mit den zwei Engeln an der Nordost-Wand wurde von dem Limbacher Schreiner Jahn geschnitzt. Es wurde auf Wunsch vieler alter Limbacher Gemeindeglieder aus der „alten Kirche“, die am gleichen Ort stand, in die neue Kirche übernommen.

Das Kunstwerk Kreuzaggregat und Kreuzblüte wurde von dem Künstler Werner Mally geschaffen. Es ist aus einem Baumstamm des Grundstücks der Gethsemanekirche entstanden. Die zwölf Teile können wieder zu einem ganzen zusammengesetzt werden.  Er nennt diese Skulptur "Kreuzblüte". Es geht um "ausstrahlen", "ausdehnen" und "wachsen". Für Werner Mally ist das Kreuz ein Zeichen der Auferstehung. Neues bricht an. Leben erwächst aus dem Tod. Ein Zeichen für die Kraft des Lebens, die die Welt erfüllt: Gott ist da.

Die Orgel der Gethsemanekirche ist klein, aber ausreichend zur Liedbegleitung. Mit ihr wird Musik zum Lob Gottes gespielt. Immer wieder werden auch andere Instrumente verwendet, dennoch ist die Orgel in evangelischen Gottesdiensten nicht wegzudenken.

Die roten Säulen am Eingangsbereich weisen auf den Auszug des Volks Israel aus Ägypten hin, das das Blut von geschlachteten Lämmern an die Pfosten ihrer Häuser streichen sollte, damit der Todesengel vorüber gehe.

Im Glockenturm der Gethsemanekirche sind 3 Glocken. Sie sind gestimmt auf die Töne f’’, d’ und g’’.

Zwischen Kirche und Gemeindehaus steht das Kunstwerk "Der barmherzige Samariter" von Joachim Kintscher, einem Limbacher Künstler.

Der Gedenkstein für die Gefallenen der beiden Weltkriege im Garten der Gethsemanekirche mahnt die Lebenden, alles Menschenmögliche für den Frieden zu tun. Er wurde im Jahr 2017, rechtzeitig zum 20-jährigen Geburtstag der Gethsemanekirche, mit Unterstützung durch Stadtrat Dr. Gerhard Brunner renoviert.